SV-Schloßberg Stephanskirchen

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Vereinschronik

60 Jahre Sportverein Schloßberg–Stephanskirchen e.V. – eine Chronik


Bei Feiern zu runden Geburtstagen ist es sehr beliebt, wenn jemand zur Unterhaltung der geladenen Gäste über die wichtigsten Stationen im Werdegang des Jubilars berichtet. Unser Sportverein ist heuer am 01. März nun 60 Jahre alt geworden und ich möchte Ihnen, verehrter Leser und Freund des SVS, in einer kurzen Chronik die Stationen und Ereignisse in der Vereinsgeschichte nahe bringen. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

1946 Idealisten und Sportbegeisterte, sie waren es, die trotz der schlechten Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland den Verein im Herbst 1946 beim ehemaligen Mitterwirt in Schloßberg (Ortsteil Gehering) aus der Taufe hoben. Der Name lautete „Sportclub Schloßberg“ (SCS) und der erste Vorsitzende war Richard Steffl. Die Abteilungen der ersten Monate waren Leichtathletik, Tischtennis und Fußball.



1947 Die sportlichen Erfolge der Leichtathletikabteilung und der Fußballer erforderten den Anschluss an den übergeordneten Verband, dem Bayerischen Landessportverband. Das Datum des Anschlusses war der 01. März 1947 und seit diesem Zeitpunkt war der Verein offiziell als Sportverein gemeldet und nannte sich zu jener Zeit „SC Schloßberg 1947“. Das ist das offizielle Gründungsdatum des Sportvereins und der erste Vorsitzende hieß Fritz Eschbaum. Das erste Vereinlokal war die Schloßwirtschaft in Schloßberg. Die Mitgliederzahl betrug zu jener Zeit ca. 50 aktive und passive Mitglieder. Die Gemeinde schoss zu jener Zeit pro Jahr 200 Reichsmark zu. Das größte Problem aber war damals der Fußballplatz. Der erste Fußballplatz (Augenzeugen sprechen noch heute von einem harten, staubigen Kiesplatz) des neu gegründeten Vereins befand sich auf dem ehemaligen Wehrmachtsgelände in Haidholzen. Immer wieder mussten die Fußballer von einem Wiesengrundstück zu einem anderen wechseln, bis Ende 1947 insgesamt viermal.



1949 Die Tischtennisabteilung wechselte aus sportlichen Gründen (bessere Trainings- und Spielmöglichkeiten) geschlossen zum TTC Rosenheim.
Karl Müller wurde erster Vorsitzender und leitete dann drei Jahre den Verein mit großem persönlichem Engagement.

1951 Josef Dörfler wurde für die nächsten drei Jahre erster Vorsitzender.

1953 Im Dezember übernahm Franz Xaver Dunst in einer Vorstandssitzung im damaligen Vereineinslokal Schmidtbräu-Keller für zwei Jahre den ersten Vorsitz. Der ehemalige Vorstand Karl Müller und sein Kassier Franz Kleinmaier wurden mit der silbernen Ehrennadel und der Ehrenmitgliedschaft des „Sportclubs Schloßberg“ ausgezeichnet.

1955 Willy Klusmeyer folgte als Vorstand und leitete den Verein bis 1958.
In dieser Zeit mussten die Fußballer wieder das Spielfeld räumen und bekamen nun den ehemaligen Exerzierplatz in Haidholzen als Sportplatz zugewiesen. Mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden konnte das Gelände in einen akzeptabel bespielbaren Fußballplatz verwandelt werden.
Dies war eine schwierige Zeit für den Verein, denn fast alle Abteilungen hatten sich aufgelöst, bis schließlich nur noch die Fußballabteilung blieb. Ohne Trainingsstätten und ohne richtiges Vereinsheim verließen immer mehr Sportbegeisterte den Club.

1958
Erster Vorsitzender wurde Michael Kalkschmied und führte den Verein zwei Jahre. In diesem Jahr mussten aufgrund von Wohnungsbauten die Fußballer wieder umziehen, diesmal in die Nähe der Walderinger Straße (am Wasserhaus) und wieder mithelfen, das Terrain bespielbar zu gestalten.

1960-63
In diesen Jahren folgten einander drei Vorstände: Leo Maier, Johann Lackner und dann Karl Anders.
Im Jahre 1963 begannen die Planungen der Gemeinde Stephanskirchen für eine Neuanlage eines Sportplatzes an der Walderinger Straße und im Zuge der Flurbereinigung wurde das Grundstück erworben.
Die Skiabteilung (Gründung 1961) tritt 1963 dem SVS bei.

1964 Die Leitung des Vereines übernahm bis 1967 Johann Dobler. In diesem Jahr stieg die Fußballmannschaft von der C- in die B-Klasse auf.

1966
Bei der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Schmidtbräukeller stand im Mittelpunkt wieder die Sportplatzfrage. Auch das Spielfeld in Haidholzen musste dem Wohnungsbau Platz machen. Da die Neuanlage an der Walderinger Straße noch im Anfangsstadium stand, gab der damalige Bürgermeister Josef Zehentner (selbst Mitglied im Sportverein und Förderer desselben) bekannt, dass bis zur Fertigstellung ein provisorisches Spielfeld an der Höhensteiger Straße in Schloßberg gepachtet werde.

1967
20 Jahre gab es nun den Club und bei der Jahreshauptversammlung wurde Johann Dobler in seinem Amt bestätigt, sein Stellvertreter und zweiter Vorstand wurde Karl Scheibenzuber. Aufgrund des Baus des Schulhauses in Stephanskirchen und Feuerwehrhauses in Schloßberg konnte von Seiten der Gemeinde eine Beschleunigung des Sportplatzbaus nicht in Aussicht gestellt werden. Ende 1967 trat Johann Dobler aus beruflichen und vereinsinternen Gründen vorzeitig zurück. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung konnte der Posten des ersten Vorstandes nicht besetzt werden. Die Versammlung beschloss, dass der zweite Mann, Karl Scheibenzuber, bis zur nächsten ordentlichen Jahreshauptversammlung im März 1968 den Verein kommissarisch leite. Noch im Dezember wurde vom Vereinsrat die zukünftige Struktur des Vereins diskutiert.

1968
Es war das Jahr der Wende für den Sportverein, eine äußerst positive Entwicklung fand seinen Anfang. In der ordentlichen Jahreshauptversammlung des Sportclub Schloßberg am 07.03.1968 wurde die Namensänderung auf Sportverein Schloßberg-Stephanskirchen e.V. beschlossen. Die von Karl Scheibenzuber entworfene Vereinssatzung wurde mit nur zwei Enthaltungen angenommen (nach der Vorlage beim Amtsgericht wurde diese ins Vereinsregister übernommen). Bei den Neuwahlen wurde Karl Scheibenzuber aufgrund seiner herausragenden Leistungen von den Mitgliedern mit überwältigender Mehrheit zum 1.Vorsitzenden gewählt, Willi Steinhart wurde 2. Vorsitzender. Die Gemeinde Stephanskirchen hatte für den Sportplatzbau im Haushaltsjahr 1969 200.000,- DM eingeplant. Der Sportplatz wurde auf 30 Jahre von der Gemeinde an den SVS verpachtet.
Auch in dieses Jahr fiel die Gründung einer neuen Sparte, Gymnastik. Die Damengymnastik war so beliebt, dass an zwei Abenden der Turnsaal vom SVS belegt wurde. Dies war nach der Fertigstellung des Schulhaus-Anbaues in Stephanskirchen mit dem eingebauten Turnsaal nun möglich. Das war der erste Mitgliederaufschwung auf 200 Personen.



1970 Am 01.01.1970 konnte man bereits 478 Mitglieder zählen; großen Anteil an diesem Anstieg hatte die Tennisabteilung, die im Jahre 1969 den Spielbetrieb auf vier Plätzen eröffnete. Aufgrund des großen Andranges für die Sportart Tennis wurden nur noch Gemeindebürger aufgenommen. Die Errichtung eines eigenen Umkleidegebäudes bei den Tennisplätzen wurde beschlossen.



1971
Der 1. Vorsitzende Karl Scheibenzuber gab bei der Jahreshauptversammlung im März eine Mitgliederzahl von 563 bekannt.
Am 26.09.1971 konnte nach einem 24 Jahre dauernden Hin- und Hergerissenseins endlich die Sportplatzanlage offiziell unter Teilnahme von Politikprominenz eingeweiht werden. Der SVS hatte nun endlich seine eigene Sportanlage und festen Fußballplatz.

1972 Ein ereignisreiches Jahr: Es war das Jahr der Olympischen Spiele in München und der SVS übernahm das Tragen der olympischen Fackel durch die Gemeinde auf der Salzburgerstraße am Vormittag des 24.08.1972. Die sechs Fackelträger Hans-Ulrich Kröger, Georg Bittner, Konrad Mühlberger, Jakob Wiesheu, Hermann Ladner und Manfred Fux durften sich aufgrund der Einmaligkeit dieses Ereignisses in das goldene Buch der Gemeinde Stephanskirchen eintragen.
In diesem Jahr kamen die Abteilungen Turnen und Eisstock hinzu, die Mitgliederzahl stieg auf 761 Personen.
Aus gesundheitlichen Gründen trat im April der 1. Vorsitzende Karl Scheibenzuber zurück, woraufhin der 2. Vorstand Christoph Möderl bis zu den Neuwahlen kommissarisch die Leitung übernahm.
Im Juli wurde mit einem Ehrenabend, Aufführungen von Turnübungen, einem Leichtathletiksportfest und einem Fußballspiel zwischen den AH-Mannschaften des SVS und dem TSV 1860 München das 25 jährige Bestehen des Vereins gefeiert.
Im November wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Christoph Möderl offiziell zum ersten Vorsitzenden gewählt.



1973
Am 11.02.1973 verstarb Bürgermeister Josef Zehentner: er war langjähriges Mitglied (Abteilungsleiter und Gründer der Eisstockschützen-Abteilung) und ein großer Förderer des SVS. Einstimmig wurde er vom Vorstand posthum zum Ehrenmitglied ernannt.
Die Leichtathletikabteilung mit Abteilungsleiter Hermann Leckel wurde mit 20 Mitgliedern wieder gegründet.
Anfang des Jahres wurde die neue Turnhalle in Schloßberg eingeweiht, wodurch das Übungsangebot wesentlich erweitert werden konnte.
Zum ersten Mal veranstaltete der SVS mit den Sportvereinen von Prutting und Vogtareuth den Volkswandertag „Durch die Innauen“. In den nächsten Jahren wurde dieser Volkswandertag (Strecke :Hofau, entlang dem Inndamm bis Buch-Zaisering und zurück über die Innleiten, insgesamt 13 km) immer beliebter.
Im Dezember dieses Jahres wurde die Grenze von 1000. Mitglieder überschritten.

1974
In der Jahreshauptversammlung wurde Klaus Onischke zum ersten Vorsitzenden gewählt und der Verein zählte nun schon 1194 Mitglieder.
Im Juni wurde unter Leitung von Hermann Leckel die Leichtathletik-Kreismeisterschaft für A- und B-Jugend in einem großen Turnier mit über 500 Anmeldungen erfolgreich ausgerichtet.

1975 Die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung beauftragten die Vorstandschaft einen Ausschuss „Vereinsheimplanung“ zu bilden.
Zum ersten Mal wurde im Verein der „Sportler des Jahres“ gesucht. Die Teilnehmer an diesem beliebten Wettbewerb mussten in verschiedenen Sportarten und Disziplinen ihr Können unter Beweis stellen.

1977
Vom 02. bis 17. Juli wurde mit besonderen Turnieren und Veranstaltungen das 30jährige Vereinsbestehen gefeiert.
Im Sommer wurde die Volleyball-Abteilung gegründet.

1978 Im Juli wurde zum ersten Mal der „Simssee-Dreikampf“ organisiert, bei dem die Teilnehmer um den Simssee radelten (25 km), von Ecking nach Baierbach schwammen (3 km) und zum Schluss noch einen Dauerlauf (3 km) absolvierten. Zehn Jahre gehörte der „Simssee-Dreikampf“ zum jährlichen Programm des SVS (bis zu 200 Teilnehmer) und musste schließlich dann der Trendsportart Triathlon weichen.
Mit der neuen Schule in Stephanskirchen wurde auch eine neue Doppel-Turnhalle im Oktober durch Bürgermeister Leipold feierlich eingeweiht. Wieder konnte das Übungsprogramm des Sportvereins erweitert werden.

1980
Im September feierte man das Richtfest für die Erweiterung des Vereinsheims (Grund war der Platzmangel in den Geräte- und Umkleideräumen).
Der Ausnahmeathlet Horst Müller wurde 1. Vorsitzender und leitete zehn Jahre den Verein.

1981
Das neue, erweiterte Vereinsheim mit eigenem Vereinslokal konnte im Juni eingeweiht werden.

1985 Im Oktober 1985 starb mit Frau Gertrud Steinhart eine sehr engagierte Übungsleiterin, die die Abteilung Damengymnastik mit aufbaute. In übergeordneten Ehrenämtern vertrat sie die Interessen der Frauen. Ihr zu Ehren findet jährlich seit 1986 Ende Juli das Trudl-Steinhart-Spiel- und Sportfest im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Stephanskirchen statt.



1989
Die schnellste Mannschaftssportart, Eishockey, wurde die zehnte Abteilung des Vereins. Die Puckjäger spielen in der A-Liga der RHL (Rosenheimer Hockey Liga) in den umliegenden Stadien in Rosenheim, Bad Aibling und Ebbs mit.

1990
Horst Müller gewann im Saarland die Deutsche Triathlon Meisterschaft der Senioren und wurde somit Deutscher Meister.
In diesem Jahr wurde die Abteilung Triathlon ins Leben gerufen und Karl Scheibenzuber zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Dieter Winkelmann wurde 1. Vorsitzender und leitete den Verein vier Jahre.

1991
Im Juni wurden mit einem „Tag der offenen Tür“ die notwendigen Renovierungs- und Umbauarbeiten am Umkleidegebäude am Vereinsgebäude abgeschlossen.

1993
Bei einem Tag der offenen Tür im April wurde in der Turnhalle Stephanskirchen das Hallentrainingsprogramm des Vereins der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Herbst belegte der SVS im „März-Cup“ (gesponsert von den Gebr. März zur Förderung von Vereinen, die sich überdurchschnittlich um die Jugendarbeit engagierten) den dritten Platz von 36 Vereinen und wurde mit 2000,- DM für seine intensive Sportsausbildung und der hohen Zahl von abgelegten Sportabzeichen belohnt.
Beim Bürgerfest zur Neugestaltung der Salzburger Straße organisierten die Fußball- und Skiabteilung erfolgreich die Beteiligung des SVS.

1994
Die Kinder-Skikurse des SVS wurden immer beliebter und zum ersten Mal wurde ein Snowboard-Kurs angeboten. Die Gesamtteilnehmerzahl wächst in den folgenden Jahren auf bis zu 150 Kinder. Aufgrund des ernormen organisatorischen und betreuungstechnischen Aufwandes bei einer dermaßen großen Kinderschar wird die Zahl nun auf ca. 120 Teilnehmer beschränkt.
Franz Stingl wurde 1.Vorsitzender und führte den Verein bis April 2000



1996
Die Vorbereitungen für das Vereinsjubiläum liefen an und der Festausschuss unter der Leitung von Dieter Winkelmann verbrachte zahllose Stunden mit der Organisation.

1997
Das Jubiläumsjahr des Vereins: 50 Jahre ! Die Feierlichkeiten fanden vom 3. bis 14. Juli mit einem großem Rahmenprogramm und einem Festzelt an der Walderingerstraße statt. Etliche Turniere, musikalische Abendveranstaltungen im Festzelt und ein festlicher ökumenischer Feldgottesdienst mit anschließendem Zug sorgten dank einer optimalen Vorbereitung durch den Festausschuss für eine gelungene Jubiläumswoche.

1998 Das Vereinsgelände wurde komplett an die öffentliche Kanalisation angeschlossen und die Planungen für den Ausbau zur Erweiterung der Sportanlagen im Osten des Geländes (Kleinfelder für Fußball und Tennis) wurden eingeleitet.
1999 Am Trudl-Steinhart Spiel- und Sportfest nahmen in jenem Jahr fast 200 Kinder teil und zum ersten Mal konnten alle Kosten durch Spenden von Sponsoren gedeckt werden.
Der Gehsteig an der Westseite der Walderingerstraße wurde von der Gemeinde zur Erhöhung der Fußgängersicherheit errichtet.
Die Mitgliederzahl ist auf 1500 gestiegen, wobei der Anteil der Kinder und Jugendlichen zunahm.

2000 Das Millennium-Jahr wird allen als ein ereignisreiches Jahr für den Hauptverein immer in Erinnerung bleiben. Im April kam es in der Jahreshauptversammlung bei der Wahl zum ersten Vorstand zur Abstimmung zwischen dem kurz zuvor entlasteten ersten Vorstand Franz Stingl und dessen Geschäftsführerin Bettina Hallbauer. Mit deutlicher Mehrheit wurde Frau Hallbauer von der Versammlung zum ersten Vorstand des Vereins gewählt. Dies war das Ende der Ära Stingl. Weiterhin blieb Frau Hallbauer Geschäftsführerin, eine unglückliche Personalunion, wie man später noch feststellen sollte. Als zweiter Vorstand wurde dann Thomas Stein gewählt, ohne zu ahnen, was ihn in den kommenden Jahren noch erwarten wird.
Anfang August kam dann der große Regen und am 06. August wurde nach einem Wolkenbruch das Vereinsgelände überflutet (bis zu 2,20 m Land unter). In den Kellerräumen und Umkleidekabinen stand das Wasser bis zur Decke. Dank der aufwendigen Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten durch die Feuerwehr und dem THW und vielen zahllosen freiwilligen Arbeitsstunden von Vereinsmitgliedern (besonders aus der Fußballabteilung) konnten die Hochwasserschäden bis Ende November behoben werden. Die Hilfs- und Opferbereitschaft in jener Ausnahmesituation und die tatkräftige Unterstützung der Vereinsmitglieder werden genauso im Vereinsgedächtnis bleiben, wie die Bilder des im Wasser untergegangenen Vereinsheimes.


2001
Der Internetauftritt des Vereins wurde eingerichtet und seitdem können aktuelle Informationen über den Verein und dessen Abteilungen abgerufen werden. Adresse: www.sv-schlossberg.de

2002 Aufgrund des großen Publikumsandranges wegen der Vorstandsneuwahlen bei der Jahreshauptversammlung wurde der Tagungsort kurzfristig in die Aula der Schule Stephanskirchen verlegt. Nach mitunter emotional geführten Diskussionen und trotz fehlender Entlastung wurde Frau Hallbauer erneut zum ersten Vorstand gewählt. Nach Recherchen der Vorstandschaft in den folgenden Tagen wurde Frau Hallbauer dringend nahe gelegt, ihre Ämter als erster Vorstand und Geschäftsführerin niederzulegen. Dieser Aufforderung kam sie nach und Herr Stein übernahm als zweiter Vorstand kommissarisch ihre Aufgaben. Dies war das Ende der Ära Hallbauer, eine Periode mit Licht und Schatten. Die Aufarbeitung der aufgetürmten Arbeiten in der Geschäftsstelle konnte die nachfolgende Vorstandschaft nach vielen Monaten erfolgreich bewältigten.
In diesem Jahr löste sich nach 25 Jahren leider die Volleyballabteilung auf.
Das von der Fußballabteilung organisierte Konzert der SPIDER-MURPHY-GANG im Festzelt der Jungbauernschaft war ein großer Erfolg.
Die wichtigsten Bauvorhaben in jenem Jahr waren die Erneuerung der Asphaltdecke der Stockschützenbahnen, die Überdachung des Kabineneingangs und die Errichtung eines Kleinspielfeldes.

2003
Im April wurde Thomas Stein in der Jahreshauptversammlung von den Vereinsmitgliedern zum ersten Vorsitzenden gewählt.
Die Versammlung beschloss einstimmig die Änderung der Satzung, nach über 30 Jahren eine überfällige Anpassung an geänderte Rahmenbedingungen.
Die Abteilung Triathlon wurde aufgelöst und in die Abteilung Leichtathletik integriert.

2004
Ein ruhiges Jahr für den Hauptverein: keine Aufreger, keine Wahlen, ergo wenige Zuhörer in der Jahreshauptversammlung.
In der lokalen Presse, dem monatlich erscheinenden „Gemeindekurier“, wurden alle zehn Abteilungen mit deren Werdegang nacheinander vorgestellt. Alle Artikel können auf der Homepage des Vereins nachgelesen werden.

2005
Der Verein zählte 1445 Mitglieder (davon sind 550 Jugendliche und Kinder) und die wurden von 40 Übungsleitern betreut.
Mit Hilfe von 17 Sponsoren konnte ein neuer, endlich größerer Vereinsbus zu günstigen Konditionen angeschafft werden.
Zum ersten Mal wurden von der Fußballabteilung in den Umkleidekabinen im Vereinsheim eine Sivesterparty und eine Discoparty sehr erfolgreich veranstaltet.
Erstmalig wurde das Willy-Steinhart-Fußballturnier zu Ehren des Namensgebers erfolgreich mit 10 Jugendmannschaften ausgerichtet.

2006 In der Jahreshauptversammlung im April wurden die Jahresbeitragserhöhungen einstimmig beschlossen, um die steigenden Ausgaben bei Wasser, Strom und Kanal zu kompensieren. Trotz aufwändiger Arbeiten jedes Jahr durch die Leichtathletikabteilung konnte die mittlerweile 35 Jahre alte Aschenbahn nicht mehr in Stand gehalten werden. Nach vielen Jahren des Bittens nach Unterstützung gab der Gemeinderat und Bürgermeister Rudolf Zehentner die notwendigen Gelder für die Erneuerung der Laufbahn und der Sprunganlagen frei und honorierten damit die gute Arbeit des Sportvereins für das Gemeindeleben.
Der engagierte Festausschuss unter der Leitung von Josef Katzer begann mit den Vorbereitungen der Festtage für das anstehende 60 jährige Vereinsjubiläum.

2007
Der SVS wurde am 01. März 60 Jahre alt und dies wird natürlich gebührend mit einem ansprechenden Rahmenprogramm, Festzelt und feierlichem Gottesdienst gefeiert. Umso schöner, da die Jubiläumsfeierlichkeiten verbunden werden mit der Einweihung der neu gestalteten Sportanlagen (Tartan-Laufbahn, Leichtathletikanlagen und Rasenbewässerung) und Ausbesserung der Wege.

Wir sind nun in der Gegenwart angelangt und hier endet diese Chronik. Als Quellen dienten mir die Protokolle der Versammlungen, Erzählungen von Vereinsmitgliedern, mein Gedächtnis und die exzellente Chronik zur 50-Jahr-Feier. Ich bitte um Nachsicht und Verständnis, falls das eine oder andere Ereignis nicht erwähnt wurde, aber eine Beschränkung auf die wichtigsten Stationen war unumgänglich.
Ich hoffe, Ihnen, verehrter Leser, die bewegte Geschichte unseres Vereins näher gebracht zu haben. Es ist die Geschichte von Menschen aus unserer Gemeinde. Menschen, die sich immer ehrenamtlich für den Sport und zum Wohle der Gemeinschaft unter den jeweiligen Rahmenbedingungen eingesetzt haben.

Hubert Lechner
Mai 2007

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. Dezember 2011 um 15:00 Uhr  

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