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svs2026-09-28 16:38:222026-09-28 16:38:22„Bayerischer Meister, deutsche Qualifikation, Nominierung für den Ländervergleich: Das war gar nicht mein Plan“Im Interview spricht Korbinian Asanger über seine Nominierung für den Ländervergleich am 19. September und seine Erfahrungen als Mitglied der bayerischen Leichtathletik-Mannschaft. Der 15-Jährige verrät auch, wie er zum 300-Meter-Hürdenlauf kam und welche neuen Ziele er nun hat.
Du bist der erste Stephanskirchner Athlet, der in einem Ländervergleich für das Team Bayern starten durfte. War der Wettkampf wie jeder andere oder doch anders?
Tatsächlich gab es einige Unterschiede zu normalen Wettkämpfen. Zunächst einmal haben alle drei Verbände (Bayern, Württemberg und Hessen) zusammen in einer Turnhalle geschlafen. Am Tag des Wettkampfs sind dann alle Teams einmarschiert und haben währenddessen ihren Kampfruf geschrien. Unserer war: „Bayern geht rein , Bayern holt’s heim“. Nach dem Wettkampf wurden zusätzlich zur normalen Siegerehrung, die Besten des Tages geehrt und das siegende Team hat den Wanderpokal bekommen. Es hat sich also mehr wie ein Teamwettkampf angefühlt.
Der Wettkampf fand direkt nach den Ferien statt. Wie habt ihr euch mit dem Bayerischen Verband darauf vorbereitet?
Eine Woche vor dem Wettkampf hat sich das komplette bayerische Team für drei Tage in der Sportschule Oberhaching getroffen. Zunächst haben wir alle zusammen trainiert haben und sind dann in die disziplinspezifischen Gruppen gegangen. Der Trainer, der für den Hürdenlauf verantwortlich war, ist Jan Schindzielorz. Er war selbst Profisportler und konnte mir deshalb auch noch gute Tipps geben.
Wie hast du die Stimmung im Team Bayern erlebt?
Die Stimmung war während der Vorbereitung und des Wettkampfs sehr ausgelassen. Als Team sind wir auch teilweise zusammengewachsen und wir haben alle noch Kontakt zueinander. Es war auch spannend zu sehen, wie sich die anderen Athleten auf Wettkämpfe vorbereiten.
Und habt ihr nach dem Wettkampf die Trikots mit den anderen Teams getauscht?
Leider mussten wir unsere Klamotten nach dem Wettkampf wieder abgeben, während die anderen Verbände ihre Wettkampfkleidung behalten durften.
Deine Nominierung kam dank deines Sieges bei den Bayerischen Meisterschaften zustande. Was hat dich motiviert, diese Saison die 300 m Hürden zu laufen?
Ich wollte einfach noch mehr Vereinsrekorde aufstellen. Als ich dann gesehen habe, dass es da noch gar keinen Vereinsrekord gibt, wollte ich das einfach mal zum Spaß laufen. Dass ich dann bayerischer Meister geworden bin, die deutsche Qualifikation unterboten habe und für den Ländervergleich nominiert wurde, war eigentlich gar nicht mein Plan.
Das Fußballtraining beim SVS hat dir bestimmt dabei geholfen, diese anspruchsvolle Strecke durchzustehen, oder?
Auf jeden Fall habe ich durch Fußball eine Grundausdauer entwickelt, dank der mir die letzten 100 m sicherlich leichter fallen. Aber auch mental. Man kämpft schließlich nicht 80 Minuten, um dann die letzten 10 Minuten einfach aufzugeben.
Hast du schon Ziele für die neue Saison? Leider konntest du die deutsche Norm im 300-Meter-Hürdenlauf dieses Jahr erst nach der Frist laufen.
Ich werde mich jetzt in der Vorbereitung erstmal zwischen Zehnkampf und 400 m Hürden entscheiden. Aber es war die erste Saison, in der ich wirklich aktiv an Wettkämpfen teilgenommen habe und gleichzeitig bis Juni Fußball gespielt habe. Deshalb will ich nächste Saison richtig mit Leichtathletik durchstarten, wobei mein Hauptziel auf jeden Fall die deutsche Meisterschaft und die bayerische Kader-Norm sind.




